Kammermusik Basel

Kammermusik Basel

Kammermusik Basel

Konzertdetails

112

27.2.1940, 20:15 Uhr ( 14. Saison)
Stadtcasino, Hans Huber-Saal

Basler Streichquartett [1926-1947] (Basel)
Paul Baumgartner, Klavier/Oskar Gerstner, Klarinette

Hirt, Fritz, Violine 1
Felicani, Rodolfo, Violine 2
Bertschmann, Albert, Viola
Wenzinger, August, Violoncello

Baumgartner, Paul, Klavier
Gerstner, Oskar, Klarinette

Johannes Brahms
1833-1897

Trio a-moll für Klavier, Klarinette und Violoncello, op. 114 (1891)

Allegro
Adagio
Andantino grazioso
Allegro

Wolfgang Fortner
1907-1987

Streichquartett Nr. 2 (1929)

Allegro
Air: Adagio poco grazioso
Scherzo: Presto
Intermezzo: Larghetto
Fuga: Molto Allegro

Paul Hindemith
1895-1963

Quartett für Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier (1938)

Mässig bewegt
Sehr langsam
Mässig bewegt
Lebhaft

(zu Brahms, Trio a-moll für Klavier, Klarinette und Violoncello, op. 114)

1891 war Brahms, der mit dem Streichquintett op. 111 sein Lebenswerk für abgeschlossen hielt, in Meiningen dem Klarinettisten Richard Mühlfeld begegnet. Unter dem Eindruck der Interpretation von Mozarts Quintett KV 581 schrieb er für ihn im Sommer das Trio op. 114 und das Quintett op. 115; 1824 folgten die Sonaten op. 120. Auch das Trio, das mit dem Horntrio von 1865 wieder ein gegensätzliches, zeitmässig weit auseinanderliegendes Paar bildet, gehört mit beinahe asketischen Zügen zum Spätstil. Auch hier nutzt Brahms die schönen Klänge und den sanften Ton des "Fräulein Klarinette", die sich hier mit denen des Cellos in Wärme verbinden. Die beiden Mittelsätze sind - wie manche der zeitgleichen Klavierstücke - helle Intermezzi, die Ecksätze mehr nachdenkliche Gedanken- und Formspiele. Einzig im Finale bricht manchmal das ungarisch-zigeunerische Element hervor.