Kammermusik Basel

Kammermusik Basel

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Konzertdetails

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17.11.1942, 20:00 Uhr ( 17. Saison)
Stadtcasino, Festsaal

Basler Streichquartett [1926-1947] (Basel)
Paul Baumgartner, Klavier

Hirt, Fritz, Violine 1
Felicani, Rodolfo, Violine 2
Bertschmann, Albert, Viola
Wenzinger, August, Violoncello

Baumgartner, Paul, Klavier

Robert Schumann
1810-1856

Klavierquintett Es-dur, op. 44 (1842)

Allegro brillante
In Modo d’una Marcia: Un poco largamente – Agitato
Scherzo: Molto vivace – Trio I – Trio II
Allegro ma non troppo

Edvard Grieg
1843-1907

Sonate Nr. 3 für Violine und Klavier, c-moll, op. 45 (1887)

Allegro molto ed appassionato
Allegretto espressivo alla Romanza
Allegro animato

Antonín Dvorák
1841-1904

Klavierquintett Nr. 2, A-dur, op. 81, B 155 (1887)

Allegro ma non troppo
Dumka: Andante con moto – Vivace
Scherzo (Furiant): Molto vivace – Poco tranquillo
Finale: Allegro

(zu Dvorák, Klavierquintett Nr. 2, A-dur, op. 81, B 155)

Dvoráks Quintett entstammt einer glücklichen und äusserst erfolgreichen Lebensphase des Komponisten. Mit seiner 7. Sinfonie, der zweiten Reihe der Slawischen Tänze, dem Oratorium Die heilige Ludmilla und der D-dur-Messe war er weltweit berühmt geworden. In dieser Zeit nahm er ein Frühwerk, das Klavierquintett op. 5 (B 28) aus dem Jahre 1872 wieder hervor, um es zu bearbeiten Doch dies wollte nicht gelingen. So entstand ein neues Werk – in der gleichen Tonart. Das neue Werk, Pendant eines weiteren A-dur-Kammermusikwerkes, des Sextetts op. 48 (1878), ist eines seiner schönsten überhaupt, perfekt durchgeformt, heiter ohne Vordergründigkeit, je nachdem tänzerisch oder nachdenklich-melancholisch, wie es der Satzcharakter einer Dumka oder eines Furiant verlangt. Durch diese stilisierten böhmischen Elemente wurden der langsame Satz und das Scherzo ersetzt. Die ursprünglich ukrainische Dumka verbindet langsam-schwermütige mit raschen, ausgelassenen Teilen. Dieser Charakter prägt letztlich das ganze Werk, das am 6. Januar 1888 im Prager Rudolfinum erstmals erklang – auch dieses Werk mit grösstem Erfolg.

(zu Schumann, Klavierquintett Es-dur, op. 44)

Schumanns Klavierquintett entstand kurz nach Abschluss der drei Streichquartette vom 23. bis 28. September 1842 und ist seiner Frau Clara zugeeignet. Im Februar 1843 spielte sie es anlässlich ihrer Versöhnung mit ihrem Vater in Dresden. Auch Richard Wagner, damals noch ein Bewunderer Schumanns, war anwesend; er schrieb am 25. Februar an Schumann: »Ihr Quintett, bester Schumann, hat mir sehr gefallen: ich bat Ihre liebe Frau, es zweimal zu spielen. Besonders schweben mir noch lebhaft die zwei ersten Sätze vor. Ich hätte den vierten Satz einmal zuerst hören wollen, vielleicht würde er mir dann besser gefallen haben. Ich sehe, wo hinaus Sie wollen, u. versichere Ihnen, da will auch ich hinaus: es ist die Schönheit!«