Kammermusik Basel

Kammermusik Basel

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Konzertdetails

168

4.3.1947, 20:15 Uhr ( 21. Saison)
Stadtcasino, Festsaal

Loewenguth-Quartett (Paris)

Loewenguth, Alfred, Violine 1
Fueri, Maurice, Violine 2
Roche, Roger, Viola
Basseux, Pierre, Violoncello

Ludwig van Beethoven
1770-1827

Streichquartett Nr. 13, B-dur, op. 130 (1825/26)

Adagio ma non troppo – Allegro
Presto
Andante cn moto, ma non troppo
Alla danza tedesca: Allegro assai
Cavatina: Adagio molto espressivo
Finale: Allegro

Jacques Ibert
1890-1962

Streichquartett C-dur (1937/42)

Allegro risoluto
Andante assai
Presto
Allegro marcato

Arthur Honegger
1892-1955

Streichquartett Nr. 3, E-dur (1937)

Allegro
Adagio
Allegro

(zu Beethoven, Streichquartett Nr. 13, B-dur, op. 130)

Beethoven hat sein opus 130 (wie 127 und 132) zwar im Auftrag des russischen Fürsten Galitzin geschrieben, hat aber im Gegensatz zum op. 59 keinen Bezug mehr zu russischer Musik gesucht. In der Satzfolge verdoppelt er in komplementärer Weise sowohl den Tanzsatz – scherzohaftes Presto und beschwingt heitere Danza tedesca – als auch den langsamen Satz: leichtes (man beachte die Spielanweisung poco scherzando!) , aber doch äusserst kunstvolles Andante und tiefsinnig-expressive Cavatina. Kopfsatz und Finale hingegen entsprechen äusserlich den üblichen Satzformen; dies allerdings nur, wenn man wie heute auf die Grosse Fuge als Schlusssatz verzichtet und an ihrer Stelle das nachkomponierte, fast krampfhaft jugendlich sein wollende Finale spielt, das Beethovens letzte Komposition sein sollte. Obwohl Beethoven nicht wie im op. 131 durch Verknüpfung der Sätze einen grossen Bogen über das ganze Werk schlägt, so erfahren wir gleichwohl, wo die Wurzeln für Schönbergs Idee der Grossform zu suchen sind.