Kammermusik Basel

Kammermusik Basel

Kammermusik Basel

Konzertdetails

169

7.10.1947, 20:15 Uhr ( 22. Saison)
Stadtcasino, Festsaal

Bläserkammermusikvereinigung der BOG (Basel)
Leitung: Joseph Bopp

Engel, Karl, Klavier
Bopp, Joseph, Flöte
Haldemann, Hugo, Flöte
Gold, Alexander, Oboe
Hartmann, Fritz, Oboe
Mengassini, Osvaldo, Klarinette
Näf, Walter, Klarinette
Bouchet, Henri, Fagott
Wettengl, Anton, Fagott
Baccelli, Umberto, Horn
Hammer, Rudolf, Horn

Albert Roussel
1869-1937

Divertissement für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn, Fagott und Klavier, op. 6 (1906)


Darius Milhaud
1892-1974

Sonatine pour flûte et piano (1922)

Tendre
Souple
Clair

Jacques Ibert
1890-1962

Deux Mouvements pour flûte, hautbois, clarinette et basson (1923)

Allant
Très rythmé

Wolfgang Amadeus Mozart
1756-1791

Serenade Nr. 12, für 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Hörner und 2 Fagotte, c-moll, KV 388/384a (1782)

Allegro
Andante
Menuetto in canone – Trio in canone al rovescio
Allegro

(zu Mozart, Serenade Nr. 12, für 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Hörner und 2 Fagotte, c-moll, KV 388/384a)

Auch wenn die c-moll-Serenade Mozarts für ein fürstliches Bläserensemble entstanden sein muss, so sind wir doch weit entfernt von harmlosen Feldparthien und Serenaden. Denn diese letzte Serenadenmusik Mozarts (sieht man von der «Kleinen Nachtmusik» ab) ist als Ständchen unbrauchbar. Es handelt sich um echte, ja sogar ambitionierte Kammermusik. Das dokumentiert auch die klassische Viersätzigkeit und insbesondere die spätere Bearbeitung als Streichquintett (KV 406). Wenn Mozart das Werk selber als «Nacht musique» bezeichnet hat, so ist in diesem Begriff weniger das Serenadenhafte zu hören als die Hinwendung zu ungewohnter nachthafter Dunkelheit und zu Schroffheiten des Ausdrucks in einem Bekenntniswerk. Selbst der lärmende D-dur-Schluss des Variationen-Finales kann diesen Eindruck nicht aufheben: Mozarts Divertimentozeit ist vorbei, wie es auch das späte, als Divertimento bezeichnete Streichtrio KV 563 beweist.