Kammermusik Basel

Kammermusik Basel

Kammermusik Basel

Konzertdetails

281

16.12.1958, 20:15 Uhr ( 33. Saison)
Stadtcasino, Festsaal

Basler Künstler (Basel)
Baumgartner, Felicani, Bertschmann, Wenzinger, Fauquex etc.

Felicani, Rodolfo, Violine
Bertschmann, Albert, Viola
Wenzinger, August, Violoncello
Baumgartner, Paul, Klavier
Fauquex, Hubert, Oboe
Mengassini, Osvaldo, Klarinette
Bouchet, Henri, Fagott
Baccelli, Umberto, Horn

Ludwig van Beethoven
1770-1827

Quintett für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott, Es-dur, op. 16 (1796)

Grave – Allegro ma non troppo
Andante cantabile
Rondo: Allegro, ma non troppo

Johannes Brahms
1833-1897

Klavierquartett Nr. 2, A-dur, op. 26 (1861)

Allegro non troppo
Poco Adagio
Scherzo: Poco Allegro
Finale: Allegro

Paul Hindemith
1895-1963

Quartett für Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier (1938)

Mässig bewegt
Sehr langsam
Mässig bewegt
Lebhaft

(zu Beethoven, Quintett für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott, Es-dur, op. 16)

Als Beethoven zwölf Jahre nach Mozart ebenfalls ein Klavierquintett mit Bläsern plante, nahm er sich – natürlich! – jenes Werk zum Muster. Einzig die Kadenz im letzten Satz geht ganz auf seine Rechnung. Bei einer Aufführung improvisierte Beethoven sogar so ausgiebig, dass er die mitwirkenden Bläser verärgerte. Der Klavierpart ist generell solistischer als bei Mozart und entspricht dem neuen Klavierstil; die Bläserparts sind eher im Serenadenstil gehalten. Die Formsicherheit und der klangliche Einsatz der Blasinstrumente zeigen die kompositorischen Fähigkeiten des jungen Beethoven. Eng an sein Vorbild schliesst sich Beethoven an, wenn er mozartsche Themen anklingen lässt, allerdings nicht aus dem Quintett. Das Thema des Andante nimmt unüberhörbar Zerlines Arie Batti, batti, o bel Masetto aus Don Giovanni auf, während das Jagdthema des Finalrondo eine Variante von Mozarts Thema im Finale des Es-dur-Klavierkonzerts KV 482 darstellt.