Kammermusik Basel

Kammermusik Basel

Kammermusik Basel

Konzertdetails

351

31.10.1966, 20:15 Uhr ( 41. Saison)
Stadtcasino, Festsaal

Basler Künstler (Basel)
Wohlgemuth, Rieckhoff, Joubert, Lesueur, Wenzinger

Joubert, Jules, Violine
Lesueur, Max, Viola
Wenzinger, August, Violoncello
Wohlgemuth, Helen, Klavier
Rieckhoff, Peter, Klarinette

Johannes Brahms
1833-1897

Trio a-moll für Klavier, Klarinette und Violoncello, op. 114 (1891)

Allegro
Adagio
Andantino grazioso
Allegro

Max Reger
1873-1916

Sonate Nr. 3 für Klarinette und Klavier, B-dur, op. 107 (1908)

Moderato
Vivace
Adagio
Allegretto con grazia

Richard Strauss
1864-1949

Klavierquartett c-moll, op. 13 (1885)

Allegro
Scherzo: Presto
Andante
Finale: Vivace

(zu Brahms, Trio a-moll für Klavier, Klarinette und Violoncello, op. 114)

1891 war Brahms, der mit dem Streichquintett op. 111 sein Lebenswerk für abgeschlossen hielt, in Meiningen dem Klarinettisten Richard Mühlfeld begegnet. Unter dem Eindruck der Interpretation von Mozarts Quintett KV 581 schrieb er für ihn im Sommer das Trio op. 114 und das Quintett op. 115; 1824 folgten die Sonaten op. 120. Auch das Trio, das mit dem Horntrio von 1865 wieder ein gegensätzliches, zeitmässig weit auseinanderliegendes Paar bildet, gehört mit beinahe asketischen Zügen zum Spätstil. Auch hier nutzt Brahms die schönen Klänge und den sanften Ton des "Fräulein Klarinette", die sich hier mit denen des Cellos in Wärme verbinden. Die beiden Mittelsätze sind - wie manche der zeitgleichen Klavierstücke - helle Intermezzi, die Ecksätze mehr nachdenkliche Gedanken- und Formspiele. Einzig im Finale bricht manchmal das ungarisch-zigeunerische Element hervor.