Kammermusik Basel

Kammermusik Basel

Kammermusik Basel

Konzertdetails

381

19.1.1970, 20:15 Uhr ( 44. Saison)
Stadtcasino, Festsaal

Kammermusik-Ensemble Zürich (Zürich)

Lauer, Heribert, Violine 1
Bamert, Rudolf, Violine
Guanella, Anne, Violine
Kreith, Marlies, Violine
Dusoswa, Hans, Viola
Esser, Werner, Viola
Natorp, Hartwig, Violoncello
Nyffenegger, Esther, Violoncello

Wolfgang Amadeus Mozart
1756-1791

Streichquintett Nr. 1, B-dur, KV 174 (1773)

Allegro moderato
Adagio
Menuetto ma allegro – Trio
Allegretto

Max Reger
1873-1916

Streichsextett F-dur, op. 118 (1910)

Allegro energico
Vivace
Largo con gran espressione
Allegro comodo

Felix Mendelssohn Bartholdy
1809-1847

Oktett Es-dur für vier Violinen, zwei Violen und zwei Violoncelli, op. 20 (1825)

Allegro moderato, ma con fuoco
Andante
Scherzo: Allegro leggierissimo
Presto

(zu Mendelssohn Bartholdy, Oktett Es-dur für vier Violinen, zwei Violen und zwei Violoncelli, op. 20)

(...) Da kann Mendelssohns Oktett nur Balsam für beanspruchte Ohren sein, denn selbst der Traditionalist Zelter attestierte ihm, es habe "Hand und Fuss". Wann war Mendelssohn je so originell, so jugendlich frisch, ja übermütig und zugleich kompositorisch so perfekt, ja sogar "gelehrt" wie in diesem kurz vor der Ouvertüre zum "Sommernachtstraum" entstandenen Jugendwerk (Max Bruch hielt es für das "grössere Wunder")? Was man später bei Mendelssohn gelegentlich als Glätte, ja als Oberflächlichkeit kritisiert hat, hier ist es am Platz und vollauf gelungen. Darum keine Worte mehr - nur Ohren auf!

(zu Mozart, Streichquintett Nr. 1, B-dur, KV 174)

Das frühe B-dur-Werk KV 174 hat zwei Fassungen: Die erste wird im Frühjahr 1773 entstanden sein, die zweite ist eindeutig auf Dezember desselben Jahres datiert. Es übertrifft äusserlich und qualitativ die zuvor entstandenen Streichquartette KV 168-173. Charles Rosen jedenfalls lobt das Werk: „Das Erstaunlichste an diesem Frühwerk ist, wie gross es angelegt ist; es geht darin weit über Mozarts soeben geschriebene Streichquartette hinaus. Das klassische Gefühl für Ausgewogenheit verlangte angesichts der volleren, reicheren Klangfarbe des Quintetts einen grösseren Rahmen [...] – alles natürlich auf Mozarts damaligem stilistischem Stand. Das konzertante Element mag diese breitere Anlage mit ausgelöst haben, aber die neuartige Erhabenheit der Dimension ist gerade dort am auffälligsten, wo der konzertante Stil fehlt.“