Kammermusik Basel

Kammermusik Basel

Kammermusik Basel

Konzertdetails

385

24.3.1970, 20:15 Uhr ( 44. Saison)
Stadtcasino, Festsaal

Basler Bläserquintett (Basel)
Klaus Linder, Klavier

Bopp, Joseph, Flöte
Fauquex, Hubert, Oboe
Mengassini, Osvaldo, Klarinette
Bouchet, Henri, Fagott
Kotulan, Jaroslav, Horn

Linder, Klaus, Klavier

Paul Hindemith
1895-1963

Kleine Kammermusik für Bläserquintett, op. 24, Nr. 2 (1922)

Lustig
Walzer
Ruhig und einfach
Schnelle Viertel –
Sehr lebhaft

Albert Moeschinger
1897-1985

Divertimento für Oboe, Klarinette und Fagott (1952)

Lebhaft
Sehr lebhaft
Lento triste
Sehr lebhaft

Albert Roussel
1869-1937

«Joueurs de flûte» für Flöte und Klavier, op. 27 (1924)

Pan
Krishna
Mr. de la Péjaudie
Tytire

Jacques Ibert
1890-1962

Deux Mouvements pour flûte, hautbois, clarinette et basson (1923)

Allant
Très rythmé

Francis Poulenc
1899-1963

Sextuor pour piano, flûte, hautbois, clarinette, cor et basson (1932–39)

Allegro vivace
Divertissement. Andantino
Finale

(zu Poulenc, Sextuor pour piano, flûte, hautbois, clarinette, cor et basson)

Poulencs Sextett könnte man als Ganzes ein Divertissement nennen: Ein heiteres, unterhaltsames und doch auch besinnliches Stück, das den Bläsern im Wechselspiel reichlich Gelegenheit gibt zu brillieren. Schon der Kopfsatz purzelt frech und munter herein; eine ausführliche langsame Episode lässt aber diesen Einstieg beinahe vergessen, bevor er zurückkehrt. Der explizit als Divertissement bezeichnete langsame Satz kehrt dieses Schema um: Zuerst gibt er sich poetisch-lyrisch, und wird dann von einem raschen Mittelteil unterbrochen. Das Finale, natürlich ein Rondo, greift Motive des ersten Satzes wieder auf und führt mit zum Teil bewusst trivialen Anklängen in raschestem Tempo das Sextett nach knapp zwanzig Minuten scheinbar einem heiteren Ende zu – doch auch hier sorgt eine Klage für Besinnung.