Kammermusik Basel

Kammermusik Basel

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Konzertdetails

478

11.4.1978, 20:15 Uhr (Zyklus A 52. Saison)
Stadtcasino, Festsaal

Zürcher Klavierquintett (Zürich)

Scherz, Herbert, Violine 1
Käppeli, Lisbeth, Violine 2
Zwicky, Conrad, Viola
Faesi, Regula, Violoncello
Billeter, Bernhard, Klavier

Hans Pfitzner
1869-1949

Klavierquintett C-dur, op. 23 (1908)

Allegro, ma non troppo
Intermezzo: Mit ruhiger Grazie
Adagio
Gemächlich bewegt

Antonín Dvorák
1841-1904

Klavierquintett Nr. 2, A-dur, op. 81, B 155 (1887)

Allegro ma non troppo
Dumka: Andante con moto – Vivace
Scherzo (Furiant): Molto vivace – Poco tranquillo
Finale: Allegro

(zu Dvorák, Klavierquintett Nr. 2, A-dur, op. 81, B 155)

Dvoráks Quintett entstammt einer glücklichen und äusserst erfolgreichen Lebensphase des Komponisten. Mit seiner 7. Sinfonie, der zweiten Reihe der Slawischen Tänze, dem Oratorium Die heilige Ludmilla und der D-dur-Messe war er weltweit berühmt geworden. In dieser Zeit nahm er ein Frühwerk, das Klavierquintett op. 5 (B 28) aus dem Jahre 1872 wieder hervor, um es zu bearbeiten Doch dies wollte nicht gelingen. So entstand ein neues Werk – in der gleichen Tonart. Das neue Werk, Pendant eines weiteren A-dur-Kammermusikwerkes, des Sextetts op. 48 (1878), ist eines seiner schönsten überhaupt, perfekt durchgeformt, heiter ohne Vordergründigkeit, je nachdem tänzerisch oder nachdenklich-melancholisch, wie es der Satzcharakter einer Dumka oder eines Furiant verlangt. Durch diese stilisierten böhmischen Elemente wurden der langsame Satz und das Scherzo ersetzt. Die ursprünglich ukrainische Dumka verbindet langsam-schwermütige mit raschen, ausgelassenen Teilen. Dieser Charakter prägt letztlich das ganze Werk, das am 6. Januar 1888 im Prager Rudolfinum erstmals erklang – auch dieses Werk mit grösstem Erfolg.