Kammermusik Basel

Kammermusik Basel

Kammermusik Basel

Konzertdetails

492

15.5.1979, 20:15 Uhr (Zyklus A 53. Saison)
Stadtcasino, Festsaal

Ensemble Fischer, Füri, Morf, Cervera (Basel/Lausanne)

Füri, Thomas, Violine
Cervera, Marçal, Violoncello
Fischer, Edith, Klavier
Morf, Antony, Klarinette

Olivier Messiaen
1908-1992

Quatuor pour la fin du temps für Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier (1940)

Liturgie de Cristal
Vocalise pour l’Ange qui annonce la Fin du Temps
Abîme des oiseaux
Intermède
Louange à l’éternité de Jésus
Danse de la fureur, pour les sept Trompettes
Fouillis d’arcs-en-ciel, pour l’Ange qui annonce la Fin du Temps
Louange à l’immortalité de Jésus

Ludwig van Beethoven
1770-1827

Trio Nr. 4, B-dur, für Klavier, Klarinette und Violoncello, op. 11 «Gassenhauertrio» (1798)

Allegro con brio
Adagio
Tema con variazioni: Allegretto – Allegro
(Über «Pria ch’io l’impegno» aus Weigls «L’amor marinaro»

Béla Bartók
1881-1945

«Contrasts». Drei Sätze für Violine, Klarinette und Klavier, Sz 111 (1938)

Verbunkos (Recruiting Dance): Moderato, ben ritmato
Pihenö (Relaxation): Lento
Sebes (Fast Dance): Allegro vivace

(zu Beethoven, Trio Nr. 4, B-dur, für Klavier, Klarinette und Violoncello, op. 11 «Gassenhauertrio»)

Der Kopfsatz lebt von der Spannung zwischen Ernst und Heiterkeit, das Adagio zeigt Kantabilität. Das zeittypische Finale bereitete Beethoven später Sorgen, nicht etwa, weil es schlecht wäre, sondern für ihn nicht mehr zum Vorangehenden passte. Die raffinierten neun Variationen über eine aktuelle Opernmelodie aus Joseph Weigls kurz zuvor aufgeführtem „L’amor marinaro ossia Il corsaro“ kosten das Thema aus und führen von der ersten, wie üblich dem Klavier und der zweiten, den andern Instrumenten vorbehaltenen Variation hin zu einer virtuos-krönenden Coda.

(zu Bartók, «Contrasts». Drei Sätze für Violine, Klarinette und Klavier, Sz 111)

...Joseph Szigeti, dem zusammen mit dem Auftraggeber Benny Goodman die Contrasts gewidmet sind. Bartók, der häufig mit Szigeti konzertierte, hat mit den beiden das vollständige Werk 1940 in New York erstmals aufgeführt. Die zwei zuerst geschriebenen Ecksätze bedienen sich der volksmusiknahen Formen des Verbunkos (Werbetanz) und Sebes (Schnell), während im Mittelsatz die "Nachtstücke" der mittleren Schaffensperiode anklingen.