Kammermusik Basel

Kammermusik Basel

Kammermusik Basel

Konzertdetails

919

7.2.2017, 19:30 Uhr (Zyklus A 91. Saison)
Oekolampad Basel

Zyklus Wiener Klassik, 3. Konzert

Armida Quartett (Berlin)

Funda, Martin, Violine 1
Staemmler, Johanna, Violine 2
Schwamm, Teresa, Viola
Staemmler, Peter-Philipp, Violoncello

Das Armida Quartett benannte sich nach einer der erfolgreichsten Opern von Joseph Haydn. Dieser Verweis auf den «Vater des Streichquartetts» kommt nicht von Ungefähr, hat der grosse Meister doch selbst einmal gesagt: «Meine Sprache versteht man durch die ganze Welt». Die Sprache des Streichquartetts verständlich zu machen ist dem Armida Quartett ein grosses Anliegen. Das Quartett gründete sich im Sommer 2006 in Berlin und arbeitet seitdem intensiv mit den Mitgliedern des Artemis Quartetts zusammen. Derzeit besucht es deren Meisterklasse an der Universität der Künste. Musikalische Anregungen erhielt das Ensemble von Natalia Prischepenko sowie von Alfred Brendel, Tabea Zimmermann, Eberhard Feltz, Walter Levin, Martin Spangenberg und Heime Müller; zusätzlich nahm es an Meisterkursen des Alban Berg, Guarneri und Arditti Quartetts teil. Im September 2012 gewann das Armida Quartett den 1. Preis sowie den Publikumspreis beim 61. Internationalen Musikwettbewerb der ARD, bei dem es zusätzlich mit Sonderpreisen ausgezeichnet wurde. Bereits 2011 konnte das Armida Quartett beim 66. Concours de Genève den 1. Preis sowie weitere Preise (darunter den Sonderpreis für die Interpretation des Streichquartetts Nr. 1 von György Ligeti) in Empfang nehmen. Das Ensemble konzertierte bereits in zahlreichen Ländern Europas. Seit Oktober 2012 unterrichten die vier jungen Musiker Kammermusik an der Universität der Künste Berlin. Die Debut-CD des Quartetts mit Werken von Bartók, Ligeti und Kurtág erscheint im Herbst 2013.

Joseph Haydn
1732-1809

Streichquartett Nr. 42, D-dur, op. 33/6, Hob. III:42

Ignaz Pleyel
1757-1831

Streichquartett A-dur, op. 1/3, Ben. 303

Wolfgang Amadeus Mozart
1756-1791

Streichquartett Nr. 17, B-dur, KV 458 «Jagd-Quartett» (1783/84)

Allegro vivace assai
Menuetto moderato – Trio
Adagio
Allegro assai

(zu Mozart, Streichquartett Nr. 17, B-dur, KV 458 «Jagd-Quartett»)

Dass auch Mozart das Leichtere, Freundliche beherrscht, zeigt das B-dur-Quartett. Und doch wird die Jagdmotivik im Kopfsatz nicht überbetont. Im Menuett verbinden sich die Ernsthaftigkeit der melodischen Linie im knapperen Hauptteil und tänzerische Heiterkeit imTrio. Zentrum des Werks ist mit seiner Intensität das Adagio, bevor das Finale an die heitere Grundstimmung des Kopfsatzes anknüpft. Auch dieser Satz ist eine Reverenz an Haydn. Mozart hatte den Satz zuerst imitatorisch kanonhaft beginnen wollen, um ihn dann von jeder spürbaren „schweisstreibenden Arbeit“ zu befreien. Vielleicht ist es das, was er mit der lunga e laboriosa fatica meinte: So lange feilen, bis das Schwere nicht mehr spürbar ist.