Kammermusik Basel

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Werkdetails

Sonate Nr. 1 für Violine und Klavier, h-moll, BWV 1014 (1717-23)

Adagio
Allegro
Andante
Allegro

Bachs sechs Violinsonaten BWV 1014–1019 sind wie viele seiner wichtigsten Instrumentalwerke in Köthen zwischen 1717 und 1723 entstanden. Damit dürften sie die ersten Duosonaten für ein Melodieinstrument und obligates bzw. konzertierendes Cembalo sein. In der Tat löst sich das Cembalo hier aus seiner früheren Rolle, im Basso continuo die Harmonien beizutragen; es wird zum echten Duopartner der Geige. Noch spürt man die Anlage der alten Triosonate; die zweite Oberstimme ist jetzt aber dem Cembalo übertragen, das natürlich auch den Bass übernimmt. Gerade im Adagio der h-moll-Sonate wird aber das Cembalo dreistimmig geführt, während die Violine erst mit der Zeit hervortritt. Das dreiteilige Allegro mit einem geradezu durchführungsartigen Mittelteil ist dreistimmig angelegt, ebenso das Andante und der Schlusssatz. Im D-dur-Andante spielen sich die beiden sanglichen Oberstimmen die Sechzehntelpassagen zu; im Allegro wird bei aller Strenge im Satzbau das spielerische Thema mit seinen Tonwiederholungen zu schwungvollem Abschluss geführt.

Aufführungen

756 24.3.2003 Leila Josefowicz, Violine