Kammermusik Basel

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Werkdetails

Streichquartett Nr. 3, Sz 85 (1927)

Béla Bartók
1881-1945
Prima parte: Moderato –
Seconda parte: Allegro –
Recapitulazione della 1a parte: Moderato
Coda: Allegro molto

Dauer ca: 00:15

Bartóks knappstes, konzentriertestes Quartett war damals das kühnste seiner Werke und durfte als repräsentativ für moderne Musik gelten, selbst im Vergleich mit den Werken des Schönberg-Kreises. Adorno hielt es damals für «fraglos die beste von des Ungarn bisherigen Arbeiten» und bewunderte die «Formkraft des Stückes, die stählerne Konzentration, die ganz originale, aufs genaueste Bartóks aktueller Lage angemessene Tektonik». Die Recapitulazione bildet die Reprise des 1. Satzes, die Coda nimmt, ebenfalls reprisenhaft, Material der Seconda parte wieder auf. Dies ergibt eine ungeheure Geschlossenheit. Dazu kommt, dass die Motive auf zwei oder drei beschränkt sind; aus ihnen wird das gesamte Material des ganzen Werkes abgeleitet. Neu ist vor allem die Lösung von romantischen und vordergründig folkloristischen Anklängen und besonders die in ihren harmonischen Schärfen und in der kontrapunktischen Kompromisslosigkeit noch nie gehörten, dem Streicherklang bisher fremden Farben.

Aufführungen

852 25.10.2011 Arditti Quartet
776 1.2.2005 Hagen Quartett
745 22.4.2002 Emerson String Quartet
663 8.11.1994 Orpheus Quartett
609 2.5.1989 Tokyo String Quartet
586 3.2.1987 Takács-Quartett
531 15.12.1981 Melos-Quartett
497 7.11.1979 Alban Berg Quartett
451 27.1.1976 Guarneri Quartet
379 25.11.1969 LaSalle Quartet
266 21.1.1957 Végh-Quartett
194 22.2.1950 Végh-Quartett