Kammermusik Basel

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Werkdetails

Klaviertrio Nr. 1, Es-dur, op. 1, Nr. 1 (1793/94)

Allegro
Adagio cantabile
Scherzo: Allegro assai – Trio
Finale: Presto

Dauer ca: 00:30

Wer sich Ende des 18. Jahrhunderts als Komponist profilieren wollte, veröffentlichte als erstes Werk eine Serie von Streichquartetten. Bei Beethoven hätte man eher Klaviersonaten erwartet (sie wurden das op. 2); doch trat dieser 1795 mit drei Klaviertrios hervor. Sie waren nicht Beethovens erste Beiträge zur Gattung. So verwundert es nicht, dass es reife Werke sind, die der Komponist bewusst zu seinem Opus 1 bestimmte. Erstmals erklangen sie wohl Ende 1793 bei einer Abendgesellschaft des Widmungsträgers, des Fürsten Lichnowsky, wo sie Sensation machten. Auch der anwesende Haydn war beeindruckt. Für den Druck wurden sie überarbeitet. Mit seinem op. 1 begründete Beethoven (trotz Haydn und Mozart) die Gattung Klaviertrio erst richtig. Er fügte an dritter Stelle einen Tanzsatz ein, wie er bei Streichquartetten üblich war. Typisch mag sein, dass es sich dabei um ein Scherzo und nicht mehr um ein Menuett handelt, obwohl der Satz in der Violinstimme noch so bezeichnet wird.

Aufführungen

874 12.3.2013 Trio Blacher/Hagen/Gerstein
771 23.11.2004 Wiener Klaviertrio
695 28.10.1997 Münchner Klaviertrio
646 15.12.1992 Trio Fontenay
584 13.1.1987 Beaux Arts Trio
108 21.11.1939 Lang-Trio