Kammermusik Basel

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Werkdetails

Streichquartett Nr. 4, c-moll, op. 18 Nr. 4 (1798/1800)

Allegro ma non tanto
Scherzo: Andante scherzoso, quasi Allegretto
Menuetto: Allegretto – Trio
Allegro – Prestissimo

Dauer ca: 00:23

Als Beethoven seine sechs Quartette op. 18 veröffentlichte, war er dreissigjährig, kein jugendlicher Komponist mehr wie Mozart oder Schubert bei ihren ersten Quartetten – und auch keiner, der die Gattung erst schaffen musste wie Haydn. Nun steht unter den frühen Quartetten gerade das in c-moll mehr im Bereich der Konvention als die andern fünf Stücke. Darum hat man wie bei Haydns op.42 eine frühere Entstehung angenommen. Man höre sich nur das Finale an! Formale Vereinfachung und der Verzicht auf Durchführungselemente überraschen bei Beethoven ebenso wie der wenig individuelle c-moll-Charakter. Man hat das Werk aber auch anders, positiver bewertet. Beethoven hingegen war ungehalten darüber, dass sich Kritik und Publikum ausgerechnet für dieses Quartett begeisterte, und erklärte: Das ist ein rechter Dreck! gut für das Saupublikum. Trotzdem dürfen Sie, verehrtes Publikum, heute Gefallen an diesem Werk finden.

Aufführungen

875 15.10.2013 Szymanowski Quartett
740 8.1.2002 Leipziger Streichquartett
700 3.2.1998 Quatuor Mosaïques
631 30.4.1991 Guarneri Quartet
608 18.4.1989 Gabrieli String Quartet
497 7.11.1979 Alban Berg Quartett
453 2.3.1976 Silzer-Quartett
365 13.3.1968 Weller-Quartett
242 16.2.1955 Végh-Quartett
141 22.11.1943 Basler Streichquartett [1926-1947]