Kammermusik Basel

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Werkdetails

«Wie komm ich denn zur Tür herein» (Kölnisch), WoO 33/34 (publ. 1894)

Johannes Brahms
1833-1897

Mit Brahms gelangen wir wieder in bekanntere Gefilde. Kuglers Ständchen, ein reizvolles Stimmungsbild über Gitarrenklängen, zeigt ihn eher ungewohnt von der leicht ironischen Seite, während bei dem in fast mendelssohneskem Tonfall gehaltenen Wie Melodien zieht es mir eine sentimentale Note durchschlägt. Die Volkslieder zeigen neben der erwarteten Volkstümlichkeit beides verknüpft: Humor und Sentiment. Da unten im Tale hat Brahms mehrfach bearbeitet, auch mit eigener Melodie (op. 97/6, 1885). Die dialogisch gehaltenen Stücke bieten in ihrem wechselweisen Aufeinandereingehen trotz einfachem Strophenbau eine Fülle an Ausdrucksmöglichkeiten, besonders das schnippisch endende Vergebliche Ständchen. Brahms gibt sich in diesen Liedern im Klavier zwar zurückhaltend, sein Tonfall ist aber unverkennbar.

Aufführungen

797 9.1.2007 Diana Damrau, Sopran