Kammermusik Basel

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Werkdetails

Klavierquartett Nr. 1, c-moll, op. 15 (1879)

Gabriel Fauré
1845-1924
Allegro molto moderato
Scherzo: Allegro vivo
Adagio
Allegro molto

Dauer ca: 00:29

In seinen ebenfalls zwei Klavierquartetten zeigt sich Fauré gegenüber manchen seiner anderen Werke von der schwungvoll-eleganten Seite. Im 1. Quartett überzeugen die Frische und die Balance in allen Stimmen. Obwohl Fauré Pianist war und das Quartett 1880 selber zur Uraufführung brachte, dominiert das Klavier nicht. Der grösste Teil des Werkes entstand 1876 in der Normandie. Das Finale bereitete Fauré grössere Schwierigkeiten; eine erste Fassung von 1879 wurde 1883 weitgehend revidiert. Im Formalen orientiert sich der Komponist an romantischen Vorbildern. Im Klanglichen allerdings gibt er hier sein Bestes. Wunderbar die Ruhe des auf einem kurzen Motiv aufgebauten melancholisch-meditativen Adagios, sublim die nie seichte Leichtigkeit und Eleganz des Scherzos. Dieses, der wohl genialste Satz des Werkes, ist rondoartig nach dem Schema A – B – A – C (eigentliches Trio) – A gebaut. Der Fauré-Biograph J.-M. Nectoux schrieb 1972 dazu: «C’est, retrouvée, la finesse des clavecinistes français du XVIIIe siècle, dans une atmosphère où l’on pressent déjà Verlaine. (...) Par la séduction immédiate qu’il exerce, c’est l’une des clefs de son oeuvre. (...) Il annonce les scherzos des Quatuors à cordes de Debussy et de Ravel.» Im Kopfsatz, einem strengen Sonatensatz, kontrastieren die in Moll bzw. Dur gehaltenen beiden Themen, die man als männlich und weiblich bezeichnen könnte. Das Finale, wiederum ein Sonatensatz, nimmt die Energie des Kopfsatzes auf und führt in einer breit ausgeführten Coda in C-dur die Themen kontrapunktisch zusammen.

Aufführungen

806 13.11.2007 Fauré Quartett
593 19.1.1988 Quartetto Fauré di Roma
434 2.4.1974 Quartetto Beethoven
358 4.4.1967 Quartetto di Roma
173 20.1.1948 Basler Künstler
68 27.11.1934 Trio Pasquier