Concerts Season 2025-2026

  • 24.3.2026
  • 19:30
  • 100.Season
  • Abo 8
Stadtcasino Basel, Hans Huber-Saal

Cuarteto Quiroga (Madrid)

Cuarteto Quiroga, appointed quartet-in-residence in charge of the Royal Collection of decorated Stradivarius at Madrid’s Royal Palace, has established itself as one of the most dynamic and unique quartets of its generation, winning international acclaim from critics and audiences alike for its distinctive personality as well as its bold and original approach to the string quartet repertoire.

The quartet honours the memory of galician violinist Manuel Quiroga, one of the most outstanding instrumentalist of spanish music history.

The group studied at Madrid’s Escuela Reina Sofia with Professor Rainer Schmidt, at the Musikhochschule Basel with Walter Levin, and at the ECMA with Prof. Hatto Beyerle. Other important influences are Johannes Meissl, György Kurtág, András Keller, Eberhard Feltz and Ferenc Rados.

Prizewinners of several major international competitions (Bordeaux, Paolo Borciani, Genève, Beijing, Fnapec-Paris, Palau-Barcelona), the ensemble appears regularly worldwide (Wigmore Hall London, Philarmonie Berlin, Frick Collection and Lincoln Center New York, DaCamera LosAngeles, National Gallery Washington DC, Concertgebouw Amsterdam, Invalides Paris, Martinu Hall Prague, Nybrokajen Stockholm, Auditorio Nacional-Madrid, Heidelberger Frühling, Stadtcasino Basel, Mozarteum Salzburg, String Quartet Biennial Amsterdam, etc.) and was awarded the Spanish National Radio Culture Prize.

Frequent stage partners include Martha Argerich, Veronika Hagen, Valentin Erben, Javier Perianes, Richard Lester, Alain Meunier, David Kadouch, Jonathan Brown, Vladimir Mendelssohn, Tomas Djupsjöbacka, Chen Halevy, Cappella Amsterdam, and the Doric, Meta4, Ardeo and Galatea string quartets.

Strongly committed to chamber music teaching, they hold the String Quartet Chair at Zaragoza’s Conservatorio Superior (CSMA), and they are regularly invited to give masterclasses at universities and music conservatories throughout Europe, USA and Latin America.

Their five CD-albums (COBRA & Harmonia Mundi), have been acclaimed by the international press and awarded several prizes and distinctions. “Statements”, with music of Haydn, Webern and Sollima won the “CD of the year 2012 Award”, given by the Independent Producers Union (UFI). “(R)evolutions”, dedicated to the early music of Schönberg, Webern and Alban Berg, was awarded, among several other distinctions, with the label “Exceptional CD” given by Scherzo, Spain’s leading music magazine. In 2016 they released two CD titles: “Frei Aber Einsam”, dedicated to the Opus 51 quartets by Johannes Brahms (Cobra) and a collaboration with pianist Javier Perianes including the piano quintets of Granados and Turina (Harmonia Mundi). Most recently, they have also released his latest album “TERRA” dedicated to works of Bartók, Ginastera & Halffter. All three recordings have already been praised by such prestigious reviewers as The Strad, Gramophone, BBC Music Magazine (UK), Luister (NL), El País (Spain), Fanfare (USA) and have already received awards and recognitions from several magazines (Scherzo, Pizzicato, Ritmo, Melómano, ICMA, etc.) and broadcasting corporations, such as the Norddeutscher Rundfunk, NDR.

Cuarteto Quiroga has its official residence throughout the year at Madrid’s Cerralbo Museum. Mr. Sierra would like to thank Paola Modiano’s heirs for the generous opportunity to play the 1682 Nicola Amati violin “Arnold Rosé”.

Commentary available in German ▼
Zu Haydns Opus 20 bemerkte 1929 Sir Donald Tovey: «Mit Opus 20 erreicht die historische Entwicklung von Haydns Quartetten ihren Endpunkt; und weiterer Fortschritt ist nicht Fortschritt in irgendeiner geschichtlichen Bedeutung, sondern schlicht der Unterschied zwischen einem Meisterwerk und dem nächsten. (...) Keine spätere Gruppe von sechs Quartetten, nicht einmal Opus 76, ist so einheitlich gewichtig und so vielgestaltig wie Opus 20. Wenn Haydns Karriere hier geendet hätte, hätte niemand erraten können, welche von einem halben Dutzend verschiedener Richtungen er eingeschlagen hätte.» Klassische Überlegenheit geht allerdings den Quartetten des op. 20 noch ab. Friedrich Blume sprach 1931 von einer «Sackgasse eines übersteigerten Radikalismus». Als einziges weist das Opus 20 zwei Moll-Werke auf. Die Entstehungsreihenfolge ist nicht gesichert; seit der Erstausgabe bei Chevardière in Paris (wohl 1774) bildet aber das Es-dur-Quartett die Nummer 1. Es mag das unproblematischste, vielleicht heiterste und klassischste der sechs Stücke sein, die sonst durch Eigenwilligkeiten und auch eine gewisse Uneinheitlichkeit auffallen, man denke nur an die drei Fugen-Finali. Der junge Beethoven war von diesem Es-dur-Quartett so beeindruckt, dass er es 1793/94 eigenhändig kopiert hat. Im Kopfsatz setzt das viertaktige Thema mehrfach an, bis es in die Dominante findet. Das kraftvolle Menuett kontrastiert mit dem leisen, nur halb so langen Trio. Besonders schön ist der langsame Satz in As-dur im 3/8-Takt. Zweifellos hat er für Mozart als Ausgangspunkt für das ebenfalls in As-dur stehende Andante con moto, nun im 6/8-Takt, im Quartett KV 428 gedient. Einen echten Kontrast dazu gibt Haydn im humorvollen Presto-Finale in Sonatensatzform.
Das Es-dur-Quartett KV 428 ist als einziges der sechs sogenannten Haydn-Quartette Mozarts nicht genau datiert bzw. – wie das d-moll-Quartett KV 421 (Juni 1783) – durch äussere Angaben datierbar. Es dürfte aber zwischen Juli 1783 und Januar 1784 entstanden sein; somit ist es der Entstehungszeit nach das dritte der Serie. Als solches erscheint es im Köchel-Verzeichnis. Im Autograph dagegen, wo es auf das von Mozart als Quartetto III bezeichnete KV 458 als Quartetto IV folgt, und im Erstdruck steht es an vierter Stelle, doch sind die Indizien klar genug, dass es vor KV 458 entstanden ist. Mit seiner fast spröden Wendung nach innen ist es das eigenartigste der sechs Werke: Die bekannte Es-dur-Festlichkeit zeigt es nicht. Harmonisch unbestimmt beginnt der Kopfsatz mit einem Unisono-Motiv. Erst der zweite Anlauf lässt es mit überraschenden Dissonanzen harmonisch auftreten. Das Andante in der Tristan-Tonart As-dur ist harmonisch noch ungewohnter – und in den Takten 15 und 40 kann man tatsächlich eine Vorahnung des Tristanmotivs hören. Das ausgedehnte Menuett beginnt mit vehementer Attacke auftaktig; das Trio versteckt seine Tonart B-dur hinter einer langen c-moll-Melodie. Erst das Finale, eine Art Sonatensatz ohne Durchführung, bricht mit der Unbestimmtheit der vorangehenden Sätze und erweist sich, obwohl es ureigenster Mozart bleibt, in seinem Humor, mit seinem den Hörer immer wieder überraschenden geringen Abweichen vom Erwarteten und mit seiner gehörigen Portion Virtuosität als eine Hommage an Haydn.

Joseph Haydn 1732-1809

Streichquartett Nr. 31, Es-dur, op. 20, Nr. 1, Hob. III:31 (1772)
Allegro moderato
Menuet ma poco Allegretto – (Trio)
Affetuoso e sostenuto
Finale: Presto

Wolfgang Amadeus Mozart 1756-1791

Streichquartett Nr. 16, Es-dur, KV 428 (421b) (1783)
Allegro ma non troppo
Andante con moto
Menuetto: Allegro – Trio
Allegro vivace

Cécile Marti 1973-

Streichquartett Nr. 5 (2025)

Fanny Hensel-Mendelssohn 1805-1847

Streichquartett Es-dur (1834)
Adagio ma non troppo
Allegretto
Romanze
Allegro molto vivace