Concerts Season 2020-2021

  • 22.6.2021
  • 18.00 und 20.30
  • 95.Season
  • Abo 8
Stadtcasino Basel, Hans Huber-Saal

vision string quartet (Berlin)

Founded in 2012 and based in Berlin, the vision string quartet has already established itself as one of the finest young string quartets of its generation. With unique versatility that focuses on the classical string quartet repertoire alongside their own compositions and arrangements of other disparate genres, the four young musicians are on a mission to re-address with integrity how classical music is presented and perceived by both new and traditional audiences. Their distinctive characteristics of performing all their programmes standing up and completely from memory lend its performances an added intimacy and intensity which has been widely praised.

2016 was a year of remarkable achievement for the Quartet as they achieved not only first prize in two major competitions but all the audience and special prizes too. Adding to their successes at Felix Mendelssohn Bartholdy Competition in Berlin at the beginning of the year and at the International Concours de Génève at the end of the year, they were also awarded the prestigious Würth Prize in November 2016, only a month after they had received the audience prize at the Mecklenburg-Vorpommern Festival.

The young quartet experiments with innovative concert formats which they have brought to leading classical concert halls such as the Gewandhaus Leipzig, Tonhalle Düsseldorf, Konzerthaus Berlin and Philharmonie Luxembourg as well as to prestigious festivals including the Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Rheingau Music Festival, Schleswig-Holstein Music Festival, Heidelberg Frühling and the Lucerne Festival. They have hosted concerts in complete darkness, have collaborated on projects with renowned ballet dancer and choreographer John Neumeier and worked together with lighting designers to bring further creative dimensions to their performances.

Live recordings of its concerts are regularly broadcast by German radio stations such as NDR, SWR, Bavarian Radio, WDR, Deutschlandradio Kultur and RBB. Since April 2015, the vision string quartet has been on the "SWR2 New Talent" programme, which accompanies selected stars of the future for more than three years and promotes them in concerts, interviews and CD productions.

The 2016/17 season includes performances at the Elbphilharmonie and Laeiszhalle Hamburg, Konzerthaus Berlin, Concertgebouw Amsterdam, Louvre in Paris, Prinzregententheater in Munich, Alte Oper Frankfurt, the Mozartfest Würzburg, the Rheingau Musikfestival, the Mecklenburg-Vorpommern Festival, the Podium Festival and concert tours through North America, Brazil, Asia, Greece, Austria, Portugal, Spanien, Switzerland, France, England and Italy.

The quartet studies in Berlin under the Artemis Quartet and Günter Pichler of the Alban Berg Quartet at the Escuela Superior de Música Reina Sofía in Madrid. In addition they have received tuition from teachers such as Heime Müller, Eberhardt Feltz and Gerhard Schulz, as well as participating in masterclasses at the Jeunesses Musicales, ProQuartet in France and the Foundation Villa Musica Rheinland-Pfalz where they were scholarship holders. Chamber music partners include Jörg Widmann, Eckart Runge from the Artemis Quartet, Haiou Zhang, Edicson Ruiz and the Quatuor les Dissonances.

In summer 2018 they will record their debut CD.

Commentary available in German ▼
Es gibt einige Hinweise dafür, dass das 4. Quartett in der Sechsergruppe von Beethovens op. 18 an einem kritischen Punkt im frühen Quartettschaffen des Komponisten steht. Man hat immer wieder bemerkt, dieses c-moll-Quartett – immerhin in der «Beethoven-Tonart» – erreiche das Niveau der anderen Quartette des op. 18 nicht ganz. Und Beethoven selbst reagierte vehement, als sich Publikum und Kritik gerade für dieses Quartett begeisterten: «Das ist ein rechter Dreck! gut für das Saupublikum.»

Um die Stellung des Quartetts zu verstehen, gilt zu beachten, dass Beethoven die ersten drei Quartette des op. 18 im Jahr 1800 intensiv überarbeitet hat. Die noch 1799 entstandenen Nr. 4 und 5 dagegen blieben offenbar unbearbeitet; die Nr. 6. folgte erst von April bis Sommer 1800. Man hat sogar vermutet, das c-moll-Quartett sei ursprünglich viel früher entstanden. Doch zeigt, wenn auch nicht in letzter Konsequenz, dieses 4. Quartett durchaus pathetische c-moll-Phasen, insbesondere im ersten Satz. Man darf ihn denn auch als den bedeutendsten des Werks bezeichnen. Ein eigentlicher langsamer Satz fehlt, denn im Andante scherzoso im 3/8-Takt (C-dur) in einer Sonatensatzform werden Achtel und Sechzehntel mit reichlich Staccato-Klängen ausgestattet, was mehr den Charakter eines Scherzo betont. Der eigentliche Tanzsatz ist das folgende Menuett; hier wird mit Sforzati der c-moll-Charakter hervorgehoben. Im As-dur-Trio liegen Triolenreihen der 1. Geige über den Dreiklängen der andern Stimmen. In der Reprise des Menuetts verlangt Beethoven «Il tempo più allegro». Das Rondo-Finale wird vom rasanten Thema der 1. Geige bestimmt; dazwischen sorgen kantablere Couplets für Beruhigung. Zum Ende führt ein Dur-Prestissimo mit zuletzt drei heftigen Triolenschlägen. (rs)

Die Musiker des vision string quartet, das sich auch als Band versteht, experimentieren seit Beginn ihrer Karriere mit eigenen Arrangements aus den Bereichen Jazz, Pop und Rock. Der Skepsis vieler Veranstalter begegneten sie anfänglich, indem sie jene einfach als Zugaben darboten – eine Kostprobe davon war bereits bei ihrem letzten Auftritt im «Oekolampad» vor zwei Jahren zu hören. Inzwischen ist sind die unterhaltsamen Arrangements ebenso ein Markenzeichen des Quartetts wie ihr ungezwungener Auftritt. Was genau sich hinter dem Motto «Grenzgänger Visions» verbirgt, erfährt das Publikum erst mit der Anmoderation.

Die zweite Hälfte des Programms vom vision string quartet folgt keinen klassischen Regeln. Umgeben von Licht- und Tontechnik spielen die vier jungen Musiker aus Berlin Stücke aus ihrem neuen Album „Spectrum“, das sie selbst komponiert, arrangiertund produziert haben. Inspiriert von Folk, Pop, Rock, Funk, Minimal und Singer-Songwriter-Musik begeben sich Jakob Encke (Geige), Daniel Stoll (Geige), Sander Stuart (Viola) und Leonard Disselhorst (Cello) auf die Reise zu ihrem ganz eigenen Sound und Genre. So entsteht auch auf der Bühne ein in dieser Form noch nie da gewesenes musikalisches Abenteuer ohne Grenzen, inspiriert durch persönliche Erlebnisse, neue und alte Begegnungen sowie feinsinnige Eindrücke verschiedenster Kulturen. Dabei erschaffen sie nur mit ihren vier Streichinstrumenten eine ganze Welt voller Klänge - von Gitarre, Ukulele und Bass bis hin zu Bongos oder gleich einem ganzen Drumset.

Ludwig van Beethoven 1770-1827

Streichquartett Nr. 4, c-moll, op. 18 Nr. 4 (1798/1800)
Allegro ma non tanto
Scherzo: Andante scherzoso, quasi Allegretto
Menuetto: Allegretto – Trio
Allegro – Prestissimo

Grenzgänger Visions in Jazz und Pop