Konzerte Saison 2016-2017

  • 7.2.2017
  • 19:30
  • 91.Saison
  • Zyklus A
Oekolampad Basel

Zyklus Wiener Klassik, 3. Konzert

Armida Quartett (Berlin)

Das Armida Quartett benannte sich nach einer der erfolgreichsten Opern von Joseph Haydn. Dieser Verweis auf den «Vater des Streichquartetts» kommt nicht von Ungefähr, hat der grosse Meister doch selbst einmal gesagt: «Meine Sprache versteht man durch die ganze Welt». Das Armida Quartett wurde 2006 in Berlin gegründet und spielt seither in unveränderter Besetzung. Der Name des Ensembles ist eine Referenz an eine Oper von Joseph Haydn. Ein entscheidender Erfolg war 2012 der Gewinn des ersten Preises sowie des Publikumspreises beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD. Darauf folgten Förderungen als BBC New Generation Artists (2014–16) und ECHO Rising Stars (2016/17), die zu Auftritten in Sälen wie dem Concertgebouw Amsterdam und der Wigmore Hall London führten. Ein Repertoireschwerpunkt liegt auf Wolfgang Amadeus Mozart; das Quartett wirkte an einer Neuedition der Mozart-Streichquartette für den G. Henle Verlag mit und veröffentlichte bis 2023 eine Gesamteinspielung, die mit dem Opus Klassik ausgezeichnet wurde. Die Diskografie umfasst zudem Werke von Komponisten wie Bartók, Beethoven, Schostakowitsch sowie zeitgenössische und spätromantische Kammermusik. Zu den künstlerischen Partnern zählen Sabine Meyer und Martin Klett. Die Mitglieder des Quartetts studierten bei ehemaligen Mitgliedern des Artemis Quartetts und Rainer Schmidt. Sie unterrichten an deutschen Hochschulen und engagieren sich für Nachhaltigkeit als Botschafter des Vereins «Orchester des Wandels».
Dass auch Mozart das Leichtere, Freundliche beherrscht, zeigt das B-dur-Quartett. Und doch wird die Jagdmotivik im Kopfsatz nicht überbetont. Im Menuett verbinden sich die Ernsthaftigkeit der melodischen Linie im knapperen Hauptteil und tänzerische Heiterkeit imTrio. Zentrum des Werks ist mit seiner Intensität das Adagio, bevor das Finale an die heitere Grundstimmung des Kopfsatzes anknüpft. Auch dieser Satz ist eine Reverenz an Haydn. Mozart hatte den Satz zuerst imitatorisch kanonhaft beginnen wollen, um ihn dann von jeder spürbaren „schweisstreibenden Arbeit“ zu befreien. Vielleicht ist es das, was er mit der lunga e laboriosa fatica meinte: So lange feilen, bis das Schwere nicht mehr spürbar ist.